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Schlosserlexikon

In diesem Bereich bieten wir Ihnen Definitionen und nützliches Wissen zum täglichen Sprachgebrauch eines Schlossers. Für genauere Informationen klicken Sie einfach auf die Begriffe. Dieser Bereich wird ständig erweitert, schauen Sie also gerne immer mal wieder rein.

DIN EN 1090

Die Bauproduktenverordnung verpflichtet den Hersteller zur CE-Kennzeichnung seiner Produkte gemäß der entsprechenden harmonisierten Norm. Dies bedeutet, dass alle Bauprodukte, die als Tragwerke definiert sind, wie zum Beispiel Treppen, Geländer, Anbaubalkone oder Überdachungen, auch in Ein- und Mehrfamilienhäusern und bei privaten Bauherren, in Europa nicht mehr ohne CE-Kennzeichnung auf den Markt gebracht werden dürfen.

Für das Herstellen und Inverkehrbringen ist ein EG-Zertifikat nach DIN EN 1090-1 zwingend erforderlich. Dieses Zertifikat wurde der Firma Moss Bauschlosserei GmbH nach erfolgreicher Zertifizierung der werkseigenen Produktionskontrolle und Schweißprozesse durch die ZDH-Zert ausgestellt. Unter anderem bedeutet das für unsere Kunden Rechtssicherheit gegenüber Behörden, da sie von uns nach Abschluss der Baumaßnahme eine entsprechende Erklärung für Ihr Bauprodukt erhalten. Nur so ist der Nachweis erbracht, dass Ihr Bauprodukt nach den relevanten Vorgaben zu Statik, Werkstoff und schweißtechnischer Qualitätsanforderung ausgeführt ist.

Edelstahl

Edelstahl Rostfrei ist ein in den letzten Jahren zunehmend gefragter Werkstoff. Hinter den gebräuchlichen Bezeichnungen wie V2A, V4A oder INOX steht eine Materialgruppe, die neben hohen Anforderungen an die Korrosionsbeständigkeit auch hygienischen und vor allem ästhetischen Kriterien gerecht wird.

Edelstahl Rostfrei ist ein Sammelbegriff für rund 120 verschiedene Edelstahlsorten, die folgende Gemeinsamkeiten haben:

  • Sie sind mindestens mit 10,5 % Chrom legiert.
  • Sie bilden ohne jeden Schutzüberzug unter Sauerstoffeinwirkung eine unsichtbare Passivschicht.
(Quelle: Informationsstelle Edelstahl Rostfrei, Merkblatt 822)

Im konstruktiven Stahl- und Geländerbau kommen heutzutage hauptsächlich die Edelstahlwerkstoffe 1.4301 (umgangssprachlich V2A) und 1.4571 (umgangssprachlich V4A) zum Einsatz.

Feuerverzinken

Das Feuerverzinken ist ein bewährter Langzeitkorrosionsschutz für Stahl und unterstreicht als natürlicher Partner des Stahls seine metallische Anmutung.

Das Verfahren:
Beim Stückverzinken werden zu verzinkende Stahlteile in Bädern nasschemisch vorbehandelt. Danach erfolgt das eigentliche Feuerverzinken. Hierbei wird das Verzinkungsgut in eine flüssige ca. 450°C heiße Zinkschmelze getaucht. Beim Verzinkungsvorgang bildet sich als Folge einer wechselseitigen Diffusion des flüssigen Zinks mit der Stahloberfläche ein Überzug verschiedenartig zusammengesetzter Eisen-Zink-Legierungsschichten. Beim Herausziehen der feuerverzinkten Gegenstände bleibt auf der obersten Legierungsschicht zumeist noch eine Schicht aus reinem Zink haften.

Korrosionsverhalten und Schutzdauer:
Die Schutzdauer eines Korrosionsschutzsystems hängt von seiner Beständigkeit gegen geforderte Belastungen ab. Hierzu zählen atmosphärische, mechanische, chemische und thermische Einflüsse, wobei die beiden erstgenannten in der Praxis am häufigsten auftreten.

Atmosphärische Beständigkeit:
Das Metall Zink hat die positive Eigenschaft infolge von Bewitterung schützende Deckschichten auszubilden. Die Deckschichten werden durch Wind und Wetter geringfügig abgetragen und erneuern sich. Die Abtragung von Zinküberzügen erfolgt im wesentlichen linear. Kennt man die zu erwartende Korrosionsbelastung des Zinküberzuges am Objektstandort und die Dicke des vorhandenen Zinküberzuges, so lässt sich die zu erwartende Schutzdauer ermitteln. Ein durchschnittlicher 85 Mikrometer dicker Zinküberzug erreicht unter den in Deutschland vorherrschenden atmosphärischen Belastungen zumeist eine Schutzdauer von mindestens 50 Jahren.

Mechanische Beständigkeit:
Beim Feuerverzinken geht der Zinküberzug mit dem Stahl eine feste, unlösbare Verbindung in Form einer Legierung ein. Die Härte der Eisen-Zink-Legierungsschicht liegt deutlich über der Härte normaler Baustähle. Aus diesem Grund bietet eine Feuerverzinkung einen zuverlässigen Schutz gegen mechanische Belastungen wie Schläge, Stöße und Abrieb, die beim Transport, bei der Montage oder bei der Nutzung auftreten können.

Stärken von Zinküberzügen:
Eine Feuerverzinkung schützt Stahl in der Regel für Jahrzehnte. Neben der Langlebigkeit besitzt die Feuerverzinkung weitere herausragende Eigenschaften. Da das Feuerverzinken ein Tauchverfahren ist, werden besonders korrosionsgefährdete Bereiche wie Hohlräume und Winkel ebenfalls gut geschützt. Verfahrensbedingt weisen Ecken und Kanten gleiche oder größere Schichtdicken im Vergleich zur restlichen Bauteiloberfläche auf. Die von anderen Schutzsystemen bekannte Kantenflucht tritt nicht auf. Kommt es trotz hoher mechanischer Beständigkeit bei extremer Belastung zu Kratzern und Schrammen wirkt der so genannte kathodische Schutz, der auf elektrochemischem Wege eine Barriere gegen Korrosion aufbaut. Als industrielles Verfahren wird das Feuerverzinken unter definierten Bedingungen durchgeführt und ist völlig unabhängig von der Witterung. Hierdurch bietet es ein hohes Maß an Zuverlässigkeit. Die Erstkosten für eine Feuerverzinkung sind vergleichbar mit anderen konventionellen Schutzsystemen für Stahl. Eine Feuerverzinkung ist wartungsfrei, d.h. ein Instandhaltungsaufwand über die gesamte Lebensdauer fällt nicht an.

(Quelle: http://www.feuerverzinken.com/korrosionsschutz/feuerverzinken/)

Geländerhöhe

In den meisten Landesbauordnungen ist geregelt, dass bei privater Nutzung und
Absturzhöhen unter Gelaenderhoehen Neu12 m eine Mindestgeländerhöhe von 900 mm erforderlich ist. Bei einer Absturzhöhe über 12 m beträgt die erforderliche Geländerhöhe mindestens 1.100 mm. Die Absturzhöhe ist dabei das Maß von der Geländeoberfläche - das kann der Garten oder der Hof sein - bis zu dem Punkt, an dem die Füße des Benutzers stehen, also die Oberseite der Betonplatte.

In den Landesbauordnungen ist auch festgelegt, dass ab einer Absturzhöhe von 1 m (Bayern 0,5 m) ein Geländer erforderlich ist. Bei maschinellen Einrichtungen dagegen ist bereits ein Geländer ab 0,5 m Abturzhöhe anzubringen.

Seit enigen Jahren hat die Körpergröße unserer Jugendlichen zugenommen, d. h. der Körperschwerpunkt liegt weiter oben. Dementsprechend wurde die Geländerhöhe im gewerblich genutzten Bereich von 900 auf 1.000mm angehoben (vgl. ArbStättV). So muss beispielsweise in einem Treppenhaus eines bisher als Wohnhaus genutzten Gebäudes, in das eine Zahnarztpraxis einzieht, das Geländer von 900 auf 1.000 mm geändert werden.

Bei Treppem wird die Geländerhöhe ebenfalls in Abhängigkeit zur Absturzhöhe angegeben. Die Absturzhöhe ist dabei gegenüber dem Untergrund der Punkt an dem die Füße stehen, also nicht die Oberkante des Handlaufs. (Quelle: Hans-Walter Goldelius: Balkon- und Treppengeländer, 2. Auflage, Verlag Rudolf Müller, 2008)

Gelaenderhoehe Treppen Neu

Pulverbeschichtung

Das Pulverbeschichten oder die Pulverlackierung ist ein Beschichtungsverfahren, bei dem ein elektrisch leitfähiger Werkstoff mit Pulverlack beschichtet wird. Eine typische Beschichtungsanlage besteht aus Oberflächenvorbehandlung (Reinigung und/oder Aufbringen einer Konversionsschicht), Zwischentrocknung, elektrostatischer Beschichtungszone und Trockner. Die Werkstücke werden dabei durch ein Fördersystem transportiert. (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Pulverbeschichten)

Vorteile der Pulverbeschichtung:

  • Hohe Schichtstärken von 60 – 120 um garantieren eine große Beständigkeit gegen mechanische Beanspruchung und einen guten Isolationswert gegenüber elektrischer Spannung.
  • Witterungs- und Säurebeständigkeit wird einerseits durch die hohe Schichtdicke und andererseits durch den Einsatz von Materialien wie Epoxyd – oder Polyester erreicht.
  • Kurze Beschichtungszeiten, da im Gegensatz zum Nasslack Trockenzeiten entfallen.
  • Umweltfreundlich, da lösemittel - und emissionsfrei
  • Overspray (nicht am Produkt haftendes Pulver) wird über einen Reinigungsprozess zurückgewonnen; dadurch optimale Materialausnutzung.
  • Variable Glanz – und Strukturgrade
  • Große Farbauswahl
  • Hohe Farbbeständigkeit im Langzeitverhalten
  • Kostengünstig, da Mehrfachauftrag und Trocknungsvorgang entfallen
(Quelle: http://www.gso-gmbh.com/pulverbeschichtung.html)

Stahl

Stahl ist ein Werkstoff, dessen Massenanteil an Eisen größer ist als der jedes anderen Elementes, dessen Kohlenstoffgehalt im Allgemeinen kleiner als 2 % ist und der andere Elemente enthält. Eine begrenzte Anzahl von Chromstählen kann mehr als 2 % Kohlenstoff enthalten, aber 2 % ist die übliche Grenze zwischen Stahl und Gusseisen. (Quelle: DIN EN 10020:2000-07, Punkt 2.1)

Fast alle eisenhaltigen Legierungen werden umgangssprachlich als Stahl bezeichnet, manchmal auch nur als Eisen. Die beiden Begriffe werden oft synonym verwendet. Teilweise werden auch Hartmetalle als Stahl bezeichnet (da sie optisch von diesem kaum zu unterscheiden sind). (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Stahl)

Für unsere Treppengeländer und Stahlkonstruktionen verwenden wir hauptsächlich die Stahlsorten S235JR (alt: St 37) und S355JR (alt: St 52).

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Kontaktinformationen:

 Moss Bauschlosserei GmbH

 Lenzfeld 10, 49811 Lingen

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 info@emsland-treppe.de

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Herstellerqualifikation

Die Moss Bauschlosserei GmbH ist durch die ZDH-ZERT nach DIN EN 1090-1 zertifiziert und darf Bauprodukte mit EG-Zertifikat herstellen und inverkehrbringen.

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